Förderverein “Kultur- und Heimatpflege
Neuhof e. V.”
- unser Wildbienenstand -
Unser Wildbienenstand
wurde am 01. Mai 2010 offiziell in “Betrieb” genommen. Die Idee wurde
im Dezember davor geboren und dann im Frühjahr umgesetzt. Es sah
anfangs noch sehr leer aus im Stand, aber das sollte sich bald ändern.
Noch für das laufende Jahr und besonders für 2011 wurden weitere
Nisthilfen eingebracht.
Standort unseres Wildbienenstandes ist
37441 Bad Sachsa, Ortsteil Neuhof.
Diese Region wird weitgehend durch die
Naturschutzgebiete
“Priorteich - Sachsenstein”
und
“Gipskarstlandschaft Bad Sachsa - Walkenried”
geprägt.
Der Wildbienenstand selbst steht inmitten der
Landschaftsschutzgebiete
“Hegeteichwiesen” und “Kranichteiche”,
am Rande eines Mischwaldes, der die beiden
Kranichteiche umschließt.
Rings um den Stand ist die
“wilde Ecke”,
bestehend aus Gräsern, Kräutern, Wildblumen,
Disteln, Fetthenne, Borretsch, jede Menge
“Unkraut” und natürlich Brennesseln.
Ein Paradies für Insekten aller Art.
Ab Ende Oktober/Anfang November bekommt
unser Wildbienenstand ein “Winterkleid” zum
Schutz vor Herbststürmen und Schnee-
verwehungen.
“Als Wildbienen werden alle
Bienenarten, außer der
Honigbiene, bezeichnet.
Hummeln gehören übrigens auch
dazu.
Mehr als 550 Wildbienenarten
zählt man in Deutschland.
Sie fliegen bereits ab März und
gelten als unverzichtbare
Bestäuber.
Man unterscheidet zwischen
- Bienen mit kollektiver
Lebensweise,
- solitär lebenden Bienen und
- Kuckucksbienen.”
Quelle: wikipedia (Auszüge)
Die großen Rundhölzer im Stand (siehe
rechts) haben noch Platzhalter-Funktion;
2 mal 2 Meter wollten erstmal gefüllt
werden. Es sind wenig Risse im Stirnholz
aufgetreten, trotzdem sind die Nisthilfen
kaum angenommen worden. Ein Austausch
wird nach und nach erfolgen. Die kleinen
Rundhölzer mit max. 4 Bohrungen weisen
keinerlei Risse auf und sind sehr gut und
auch erfolgreich angenommen worden.
Ein Gestell, bespannt mit Sackleinen, wird vor den
Stand geschraubt und damit es schöner aussieht mit
Tannengrün verziert.
Der Begriff Wildbienen ist erklärt, aber was sind Nisthilfen, was bedeutet Bohrungen?
Die bekannteste Nisthilfe ist wohl der Nistkasten für Vögel. Mal ist das Einflugsloch
groß und mal klein, je nach Vogelart, die dort nisten soll. Und so ähnlich verhält es
sich mit den Nisthilfen für Wildbienen. Es werden durch Bohrungen in trockenes
Holz, Käferfraßgänge nachgeahmt. Es gibt kleine und größere Wildbienen, daher auch
Bohrungen von 2- 10 mm Durchmesser (Schwerpunkt bei uns: 3 - 7 mm). Die Bienen
suchen sich schon das Passende aus.
In diese Hohlräume, die bis zu 10 cm tief sein können, tragen die Bienenweibchen
Pollen (zum Teil mit Nektar vermischt) ein und legen ein Ei an diesen Vorrat, der die
Nahrung für die sich entwickelnde Larve ist. Durch Trennwände aus den unterschied-
lichsten Materialien entstehen bis zum endgültigen Nestverschluß mehrere Kammern.
(Einige Nestverschlüsse in unserem Stand.)
Auf den folgenden Seiten erfahren Sie, welche Bienen unsere Nisthilfen angenommen
haben und was sonst noch so “abgeht” an einem Wildbienenstand.
Die Zuordnungen, die ich getroffen habe, basieren auf Bildervergleich, Berück-
sichtigung der Flugzeiten und Aussehen der Nestverschlüsse.
(Die richtige Literatur und die richtigen Internetseiten sind sehr hilfreich.)